Der Beitrag erklärt präzise, was ein Steuerfachangestellter konkret leistet. Er richtet sich an Auszubildende, Berufseinsteiger, Unternehmer und Privatpersonen, die das Berufsbild Steuerfachangestellter verstehen möchten.
Der Berufsalltag spielt in Kanzleien und Steuerabteilungen eine zentrale Rolle. Steuerfachangestellte Aufgaben reichen von Belegverwaltung über Buchführung bis zur Vorbereitung von Steuererklärungen. Die Relevanz des Berufs für die Einhaltung steuerlicher Pflichten in Deutschland ist hoch.
Im Text folgen Kapitel zum Arbeitsalltag Steuerkanzlei, zu konkreten Tätigkeiten in der Buchhaltung und Jahresabschlussarbeit sowie zu Steuererklärungen, Fristenmanagement und Behördenkontakt. Abschließend werden Weiterbildung und Karrierechancen wie die Steuerfachangestellten Ausbildung oder der Weg zum Steuerfachwirt beschrieben.
Als praktischer Leitfaden bietet der Artikel klare Beispiele und Begriffserklärungen wie Kontierung, Bilanz und Lohnabrechnung. Hinweise zu gängiger Software wie DATEV und Lexware sowie zu Fortbildungsoptionen runden die Darstellung ab.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet ergänzende Informationen zum steuerlichen Beratungsfeld und zu typischen Aufgaben eines Fachberaters im Steuerwesen auf TopVivo.
Was macht ein Steuerfachangestellter konkret?
Der Arbeitsalltag eines Steuerfachangestellten ist vielfältig. Er reicht von der Belegverarbeitung bis zur Kommunikation mit Mandanten. Diese Rolle verbindet Routineaufgaben mit anspruchsvollen Projekten wie Jahresabschlüssen.
Überblick über den Berufsalltag
Der typische Tagesablauf beginnt mit dem Erfassen und Sortieren von Belegen. Anschließend folgen Buchungen laufender Geschäftsvorfälle und die Vorbereitung von Lohnabrechnungen.
Der Berufsalltag Steuerfachangestellter umfasst außerdem Fristenkontrolle und die Korrespondenz mit Finanzämtern. Teamarbeit mit einem Steuerberater ist häufig erforderlich.
- Empfang und Bearbeitung von Mandantenunterlagen
- Buchung, Kontierung und Kontrollen
- Vorbereitung für Jahresabschlüsse
Arbeitszeiten variieren je nach Kanzlei oder Inhouse-Position. Mobile Arbeit ist durch digitale Tools heute oft möglich.
Typische Mandanten und Branchen
In einer Steuerkanzlei arbeiten Steuerfachangestellte für sehr unterschiedliche Mandanten. Dazu zählen Kleinbetriebe, mittelständische Firmen, Freiberufler und Privatpersonen.
Typische Branchen Steuerfachangestellte betreuen sind Handwerk, Handel, Gastronomie und E-Commerce. Jede Branche bringt eigene Besonderheiten mit, etwa Kassenführung oder spezielle umsatzsteuerliche Fragen.
- Handwerksbetriebe mit Lohnunternehmern
- Gastronomie mit Bargeldaufkommen
- Onlinehandel mit grenzüberschreitenden Umsätzen
Betreuungsumfang reicht von laufender Buchführung bis zur Lohnabrechnung und Abschlusserstellung.
Abgrenzung zu Steuerberatern und Steuerfachwirten
Es bestehen klare Rollen: Steuerberater trifft rechtliche Bewertungen und vertritt Mandanten vor Behörden. Steuerfachangestellte übernehmen operative und vorbereitende Aufgaben.
Unterschiede Steuerfachangestellter Steuerberater zeigen sich in Verantwortung und Befugnissen. Steuerfachwirt ist eine weiterqualifizierte Stufe mit erweiterten Beratungs- und Führungsaufgaben.
- Steuerfachangestellte: operative Umsetzung und Prüfung von Sachverhalten
- Steuerfachwirt: erweiterte Beratung, Führungsaufgaben
- Steuerberater: rechtliche Verantwortung und Vertretung
Weiterbildungen bieten klare Aufstiege vom operativen Alltag zu verantwortungsvolleren Positionen.
Konkrete Aufgaben in der Buchhaltung und Jahresabschlusserstellung
Der Arbeitsalltag in Kanzlei und Unternehmen umfasst vielfältige Buchhaltungsaufgaben. Sie reichen von der täglichen Erfassung bis zur Vorbereitung von Jahresabschlüssen. Ein Steuerfachangestellter sorgt dafür, dass Zahlen zuverlässig und fristgerecht vorliegen.
Erfassung und Kontierung von Geschäftsvorfällen
Bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen prüft er formelle Angaben und ordnet Belege dem passenden Konto zu. Die Kontierung Geschäftsvorfälle folgt dem Kontenrahmen SKR03 oder SKR04.
Bank- und Kassenbuchführung gehört dazu. Zahlungsabgleiche, Abstimmungen und das Mahnwesen sichern die Liquidität.
Umsatzsteuerliche Fragen sind Teil der täglichen Arbeit. Steuersätze, innergemeinschaftliche Lieferungen und Reverse-Charge werden berücksichtigt.
Lohn- und Gehaltsabrechnungen
Die Lohnabrechnung Steuerfachangestellter umfasst Erfassung von Stunden, Gehältern und Abwesenheiten. Sonderzahlungen und geldwerte Vorteile werden korrekt erfasst.
Er berechnet Sozialversicherungsbeiträge, erstellt Lohnsteueranmeldungen und führt ELStAM-Abfragen durch. Meldungen an Krankenkassen gehören zum Standard.
Spezielle Fälle wie Kurzarbeit, Mutterschutz oder Pfändungen verlangt eine sichere Anwendung der Regeln und Software.
Vorbereitung und Mitwirkung bei Jahresabschlüssen
Zum Jahresende sammelt er Jahresbelege und stimmt Debitoren, Kreditoren und Bestandskonten ab. Die Arbeit erleichtert das Jahresabschluss vorbereiten für den Steuerberater.
Er liefert Buchungsvorschläge, hilft bei Eröffnungs- und Schlussbilanz und klärt offene Konten. Rückstellungen, Abschreibungen und latente Steuern werden geprüft.
Bei größeren Mandanten bereitet er prüffähige Unterlagen vor und erklärt betriebliche Sachverhalte gegenüber dem Steuerberater.
Nutzung von Buchhaltungssoftware und digitalen Tools
In der Praxis ist der DATEV Einsatz Kanzlei weit verbreitet. Weitere Tools wie Lexware, Sage oder sevDesk ergänzen den Workflow.
Digitale Belegworkflows, OCR-Erkennung und automatische Kontierungsvorschläge beschleunigen Prozesse. Schnittstellen zu Banken und ELSTER sind unverzichtbar.
Datensicherheit und DSGVO-konforme Archivierung sichern Mandantendaten langfristig.
Steuererklärungen, Kommunikation mit Finanzbehörden und Fristenmanagement
Die Arbeit eines Steuerfachangestellten umfasst mehr als Buchführung. Er bereitet Steuererklärungen vor, führt den Schriftverkehr mit Behörden und sorgt für ein sauberes Fristenmanagement in der Kanzlei. Dabei ist Sorgfalt wichtig, weil Fehler schnell finanzielle Folgen für Mandanten haben können.
Erstellung von Umsatzsteuer-, Einkommensteuer- und Gewerbesteuererklärungen
Zuerst sammelt der Mitarbeiter Belege, Buchungsdaten und Informationen zu Vorauszahlungen. Er nutzt ELSTER, DATEV-Module oder Kanzlei-Software, um die Erklärungen elektronisch abzugeben.
Besondere Sachverhalte wie Verlustvorträge, Sonderabschreibungen oder grenzüberschreitende Umsätze werden geprüft. Kleinunternehmerregelungen und Zusammenfassende Meldungen erhalten besondere Aufmerksamkeit.
Wer tiefer in die Aufgaben eines Payroll-Spezialisten einsteigen möchte, findet hilfreiche Hinweise zur Lohnabwicklung und Fristenüberwachung auf dieser Seite.
Prüfung von Bescheiden und Einlegen von Rechtsmitteln
Nach Erhalt eines Steuerbescheids vergleicht der Steuerfachangestellte die Angaben mit den eigenen Berechnungen. Fehler oder Unstimmigkeiten fallen so schneller auf.
Bei Bedarf bereitet er das Bescheide prüfen Einspruch vor. Form, Begründung und die einmonatige Einspruchsfrist sind dabei maßgeblich. Bei komplexen Fällen erfolgt Abstimmung mit dem Steuerberater.
Korrespondenz mit Finanzamt, Sozialversicherungsträgern und Banken
Die Kommunikation Finanzamt gehört zum Alltag. Schriftliche Anträge, telefonische Klärungen und Nachreichung von Unterlagen sind typische Aufgaben.
Zudem koordiniert er Meldungen an Krankenkassen und Berufsgenossenschaften sowie Anfragen mit Banken zu Finanzierungen oder Bescheinigungen. Klare Dokumentation erleichtert spätere Nachprüfungen.
Fristenüberwachung und organisatorische Abläufe
Ein strukturiertes Fristenmanagement Kanzlei ist unverzichtbar. Ein Fristenkalender, automatische Erinnerungen und Checklisten minimieren Risiken.
Interne Abläufe regeln Mandantenkommunikation vor Fälligkeiten und Eskalationen bei fehlenden Unterlagen. Digitale Tools sorgen für sichere Dokumentation von Fristverlängerungen und Vollmachten.
Beratung, Weiterbildung und Karriereperspektiven
Steuerfachangestellte übernehmen im Alltag häufig beratende Aufgaben im Rahmen der Mandantenbetreuung. Sie klären steuerliche Grundfragen, weisen auf Fristen hin und bereiten Vorschläge zu Investitionen oder Abschreibungen vor. Diese Hinweise erfolgen meist in Abstimmung mit dem verantwortlichen Steuerberater und dienen als Entscheidungsgrundlage für Unternehmer und Privatpersonen.
Für die berufliche Weiterentwicklung sind formale Fortbildungen zentral. Wege wie die Qualifikation zum Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter (IHK) oder geprüften Lohnbuchhalter eröffnen deutlich erweiterte Einsatzfelder. Viele greifen auf Angebote von IHK-Prüfungen, Steuerberaterkammern oder Fortbildungen von DATEV und der Haufe Akademie zurück, um gezielt Kompetenzen auszubauen.
Langfristig besteht die Option, über die Steuerberater Ausbildung nach entsprechender Berufspraxis die Zulassung als Steuerberater anzustreben. Alternativ bieten Spezialisierungen in Bereichen wie internationales Steuerrecht, Digitalisierung in Kanzleiprozessen oder nachhaltige Besteuerung attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. Fachliteratur und Fachzeitschriften unterstützen die kontinuierliche Qualifizierung.
Karriereperspektiven in Kanzleien reichen von der Teamleitung über die Kanzleileitung bis zur Partnerschaft. Horizontale Entwicklung zum Experten für Lohnbuchhaltung, Unternehmensberatung oder IT-gestützte Abläufe ist ebenfalls möglich. Digitale Kompetenz, Cloud-Lösungen und Kenntnisse zu GoBD-konformen Workflows steigern Effizienz und Mandantenkommunikation und sind für die Entwicklungsmöglichkeiten Kanzlei heute unverzichtbar. Weiterführende Trends und arbeitsmarktbezogene Impulse finden sich in aktuellen Analysen wie dieser Studie zur Arbeitsmarktentwicklung von Topvivo: Arbeitsmarktforscher: Trends und Chancen.







